Verein
Buchenwaldgedenken 2026
Ausgabe Trostberger Tagblatt vom 29.06.2026
„Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“
Buchenwaldgedenkgottesdienst zum Jubiläum mit Militärdekan Thomas Funke – Wolfgang Losert erhält Ehrenurkunde der französischen Reservisten in Bayern
Altenmarkt. „Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“, sagte einst ein Soldat in Mali zu Militärdekan Thomas Funke. Dieser Friede sei wie ein Baum, der langsam wächst und Auftrag für Politik, Bildung und jeden einzelnen sei, so der Militärdekan in seiner Predigt zum Jubiläums-Gedenkgottesdienst, der gleichzeitig Höhepunkt der Feierlichkeiten der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zu ihrem 200jährigen Bestehen war.
Auch der zweite Tag des Jubiläums (die KSK Altenmarkt feierte 200 Jahre Bestehen und 225 Jahre Buchenwaldgedenken) war geprägt von hochsommerlichen Temperaturen, die sich aber hauptsächlich während des Zuges vom Altenmarkter Marktplatz zur Buchenwaldgedenkstätte bemerkbar machten. Im Buchenwald herrschte ein laues Lüftchen, das dort für moderatere Temperaturen sorgte. Gekommen waren insgesamt 44 Vereine und zahlreiche Gäste, so dass man in zwei Zügen (einmal angeführt von der Altenmarkter Musikkapelle und einmal mit der Seeoner Blasmusik vorn dran) vom Marktplatz über die Bundesstraße den Baumburger Berg hoch bis zur Buchenwaldkapelle marschieren konnte. Mit dabei waren Altenmarkter Ortsvereine sowie Nachbarvereine mit ihren Fahnenabordnungen, darunter wieder eine Abordnung aus dem österreichischen Handenberg sowie aus dem befreundeten Hohenlinden, die in historischen Uniformen dabei waren. Angekommen an der Buchenwaldkapelle begrüßte der Vorsitzende der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert die zahlreichen Gäste, darunter den Gauvorsitzenden des Chiem- und Rupertigaus Anton Linner sowie Ehrenvorsitzenden Michael Bernauer, den stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet aus München, den Generaldelegierten des Souvenir Français für Deutschland in Bayern Pierre Wolff mit seiner Frau Margarete, den Generalpräsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten und Veteranen in Bayern Bertrand Polliot sowie den Präsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten Daniel Baur.
Den Gottesdienst hielten zum Jubiläum neben Militärdekan Thomas Funke, Pfarrer Christoph Kronast, Pater Sebastian Paredom und Gemeindereferentin Irmi Huber. In seiner Predigt erinnerte der Militärdekan zunächst an das Schicksal der mehr als 2000 Toten aus dem Baumburger Lazarett, die hier im Buchenwald begraben liegen. Im Leben waren sie noch Feinde aus Österreich, Bayern und Frankreich kommend, „im Tod liegen sie friedlich nebeneinander“. Jesus habe den Menschen „den Frieden hinterlassen“. Seine Einsätze als Militärpfarrer in Afghanistan und Mali hatten ihm jedoch aufgezeigt, dass dieser Friede mehr als nur die Abwesenheit von Krieg sei. In Gesprächen mit Soldaten wurden dies immer wieder thematisiert und darauf gehofft, dass die Einsätze der Bundeswehr dort, Frieden und eine bessere Welt für die Menschen vor Ort brächten. „Friede merkt man erst, wenn er fehlt“, hatte ihm ein Soldat in Mali einst gesagt. Der Friede sei, wie Antoine de Saint-Exupéry einst feststellte, „wie ein Baum, der langsam wächst“. Daher auch die jüngst gepflanzte Friedenseiche nahe der Buchenwaldkapelle. Friede sei auch ein Auftrag an Politik, Bildung und jeden einzelnen, schloss er seine Predigt.
Im Anschluss nahm der Militärdekan die Segnung des Erinnerungsbandes vor. Schirmherr Stephan Bierschneider befestigte das Band an der Fahne der Altenmarkter Soldatenkameradschaft. In seinen Grußworten erinnerte er an die Worte seines Großvaters: „Wer den Krieg erlebt hat, spricht nicht viel darüber“. Zu bewegend sei das Erlebte gewesen und habe Spuren hinterlassen im Leben eins Betroffenen. Bürgermeister Max Schwarz hatte das Buchenwaldgedenken von verschiedenen Warten aus bisher erlebt: einmal als Kommunionkind, als Vereinsvertreter, als Fahnenträger und nun als Bürgermeister. Die Botschaft daraus sei unmissverständlich. Jeder müsse seinen Beitrag leisten, damit Friede erhalten bleibe und das solle auch in den kommenden 200 Jahren so bleiben. Gauvorsitzender Anton Linner betonte den wichtigen Beitrag der Altenmarkter Soldatenkameradschaft zur Bewusstseinsbildung für den Erhalt des Friedens. Er dankte besonders Wolfgang Losert und seinem Team, die dies die letzten Jahre mit viel Engagement gelebt haben.
KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert dankte nach dem Gottesdienst allen Beteiligten, dem Altenmarkter Musikverein für die musikalische Umrahmung, den Baumburger Böllerschützen, den Orts- und Nachbarvereinen, den Frauen, welche die Eichenlaubgirlanden für die Holzgräber gebunden hatten, sowie allen Helfern für die Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes. Er betonte nochmals, dass Frieden wichtiger denn je sei und sich jeder überlegen solle, wo er sich wie einbringen könne, den Frieden in seiner Umgebung zu erhalten.
Im Anschluss bewegte sich der Zug zur Gedenkstätte unterhalb der Buchenwaldkapelle, an der das Libera von einem gemischten Chor unter der Leitung von Regina Mitterer gesungen wurde. Nach den Segensworten von Militärdekan Thomas Funke hielt der stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet noch eine kurze Gedenkansprache. Auch er legte einen Kranz nieder. Gemeinsam wurde diesmal nicht nur die Deutschland- und Bayernhymne gespielt, sondern auch die eigens von der Musikkapelle einstudierte französische und österreichische Nationalhymne.
Nach dem Rückmarsch des Zuges zurück zum Marktplatz wurde dort noch ein Spalier des Jubelvereins gebildet, durch das sich der Rest des Zuges bis zum Ziel bewegte. Im Gasthof „zur Post“ würdigte abschließend Pierre Wolff, der Landesdelegierte von „Le Souvenir Français“, die Leistung der Altenmarkter Soldatenkameradschaft unter Wolfgang Losert. Damals vor 225 Jahren, waren Bayern und Franzosen noch Feinde, doch bereits im Lazarett wurden auch Franzosen von Bayern gepflegt. Heute sei eine wunderbare Freundschaft zwischen beiden Nationen entstanden. Pierre Wolff dankte der Altenmarkter Soldatenkameradschaft für die unermüdliche Pflege dieser für das mahnende Gedenken so wertvollen Gedenkstätte, die ja auch den französischen Opfern gelte. Als äußeres Zeichen dieses Dankes überreichte er Wolfgang Losert eine Urkunde, die symbolisiere, dass „die einstigen Gräben der Vergangenheit durch Brücken der Freundschaft ersetzt wurden“. -sts
Foto alt_ksk_jub_sonntag_gottesdienst_26.JPG: Eine große Schar Gäste hatte sich am Sonntag vor der Buchenwaldkapelle eingefunden, um mit Militärdekan Thomas Funke Gottesdienst zum Jubiläum der Altenmarkter Soldatenkameradschaft zu feiern. Foto: sts
Foto alt_ksk_jub_sonntag_fahnenband_26.JPG: Schirmherr Stephan Bierschneider befestigte das gesegnete Erinnerungsband an der Fahne der Altenmarkter Soldatenkameradschaft. Foto: sts
Foto alt_ksk_jub_sonntag_bilderwand_26.JPG: Eine Bilderwand mit gemalten Friedensbildern von Kindern der Altenmarkter Grundschule findet sich die Tage noch beim Soldatenfriedhof. Foto: sts
Foto alt_ksk_jub_sonntag_zug_jubelverein_26.JPG: Der Altenmarkter Jubelverein führte mit neuer Standarte von 1867 den Zug zurück zum Marktplatz an. Foto: sts
Foto alt_ksk_jub_sonntag_ehrung_losert_26.JPG: Pierre Wolff, der Landesdelegierte von „Le Souvenir Français“ (rechts) überreichte KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert, eine Urkunde zur Wertschätzung seiner Arbeit im Sinne des Erhalts der deutsch-französischen Freundschaft. Foto: sts
Eindrucksvolles Gedenken zum 225 Jahrestags der Schlacht von Hohenlinden
Altenmarkt, 11. Dez. 2025
Am 3. Dezember 1800 fand im Umfeld von Hohenlinden eine verheerende, blutige Schlacht, während des zweiten Koalitionskrieges, statt. Baumburg, mit seinen damaligen Lazaretten, nahm aus dieser Schlacht viele Verwundete auf. Die im Lazarett Verstorbenen wurden dann im Buchenwald, unterhalb Baumburgs, bereits 1803 als Soldatentotenacker genannt, beerdigt. Die Gemeinde Hohenlinden hat eigens für dieses, damals blutiges Ereignis, zu einer Gedenkveranstaltung geladen. Dieser Einladung ist die Soldatenkameradschaft Altenmarkt gerne nachgekommen und hat mit einigen Mitgliedern und der Fahnenabordnung teilgenommen. Der Gedenktag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter, von Hohenlinden. Pfarrer Christoph Stürzer, ehemaliger Praktikant in Baumburg, heute Pfarrer in der Gemeinde Forstern, leitete den Gottesdienst. Der Gottesdienst wurde feierlich vom Kirchenchor der Gemeinde unterstützt.
Im Anschluss startete ein festlicher Zug, angeführt von Soldaten in historischen Uniformen der beteiligten Kriegsparteien Bayern, Österreich und Frankreich, begleitet von Trommlern, zum Erinnerungsort, dem Denkmal der Schlacht. Hier wurden zahlreiche Gebinde und Kränze verschiedener Institutionen niedergelegt. Mit dem Lied vom guten Kameraden und dem Ehrensalut, ging es dann in das gemeindliche Bürgerhaus, wo bereits ein Mittagsmenü, abgestimmt auf Speisen der rivalisierenden Länder, vorbereitet war. Eine Brauerei hatte eigens für diesen Gedenktag ein Erinnerungsbier gebraut.
Es folgten Ansprachen vom Bürgermeister und Vorsitzenden des Vereins „Hohenlinden 2000“ Ludwig Maurer. Weitere Reden folgten vom französischen Generalkonsul Alexandre Vulic aus München, dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß, dem ehem. Europaabgeordneten Bernd Posselt, von Partnerstätten aus Frankreich, vom Landesdelegierten des Souvenir Français für Bayern Pierre M. Wolff erhielt Ludwig Maurer eine Auszeichnung mit Urkunde. Die französische Nationalhymne Frankreichs wurde von einer Gesanggemeinschaft in historischen Gewändern, sehr stimmungsvoll, vorgetragen.
Den abschließenden Reden folgte die Übergabe eines Erinnerungsgeschenkes der Soldatenkameradschaft Altenmarkt, mit Bieren der örtlichen Brauerei. Dazu hat trug Traudi Müller ein humorvolles, aber auch nachdenkliches Gedicht, mit historischen Hintergrund vor. Wolfgang Losert bedankte sich bei der Vortragenden und überbrachte die Wünsche des Vereins, verbunden mit der Einladung an Hohenlinden zum 225 jährigen Buchenwaldgedenken 2026 und zu 200 Jahren Soldatenkameradschaft Altenmarkt, im kommenden Jahr.

Ehrentafel Kriegsteilnehmer 1914-1918 der Gemeinde Altenmarkt
| Reihe | Spalte | Gefallen | ||
| 1 | Georg Josef | 1 | 1 | 09.04.1918 |
| 2 | Empl Michael | 1 | 2 | |
| 3 | Mayer Engelbert | 1 | 3 | |
| 4 | Harlander Xaver | 1 | 4 | |
| 5 | Eder Michael | 1 | 5 | |
| 6 | Randlinger Georg | 1 | 6 | |
| 7 | Schmid Johann | 1 | 7 | |
| 8 | Parzinger Michael | 1 | 8 | |
| 9 | Fellermeier Sebastian | 1 | 9 | |
| 10 | Seiler Franz | 2 | 1 | |
| 11 | Seiler Georg | 2 | 2 | |
| 12 | Eder Josef | 2 | 3 | 18.02.1916 |
| 13 | Eicher Josef | 2 | 4 | |
| 14 | Reitmaier Peter | 2 | 5 | |
| 15 | Kraller Josef | 2 | 6 | |
| 16 | Beilmeier Lorenz | 2 | 7 | |
| 17 | Beilmeier Georg | 2 | 8 | |
| 18 | Beimeier Max | 2 | 9 | |
| 19 | Kalchsberger Josef | 2 | 10 | |
| 20 | Wimmer Xaver | 2 | 11 | |
| 21 | Unterhuber Balthasar | 2 | 12 | |
| 22 | Schwarzenböck Kurt | 2 | 13 | |
| 23 | Lackner Franz | 2 | 14 | |
| 24 | Marstaller Ludwig | 2 | 15 | |
| 25 | Trenker Peter | 3 | 1 | |
| 26 | Gimpl Max | 3 | 2 | |
| 27 | Loibl Heinz | 3 | 3 | |
| 28 | Unterhuber Matthäus | 3 | 4 | |
| 29 | Ellmaier Jakob | 3 | 5 | |
| 30 | Wimmer Franz | 3 | 6 | |
| 31 | Bauer Hans | 3 | 7 | |
| 32 | Bauer Georg | 3 | 8 | |
| 33 | Bauer Josef | 3 | 9 | |
| 34 | Brucker Wolfgang | 3 | 10 | |
| 35 | Linner Benno | 3 | 11 | |
| 36 | Maier Max | 3 | 12 | |
| 37 | Birnkammer Johann | 3 | 13 | |
| 38 | Künzinger Georg | 3 | 14 | |
| 39 | Leonhard Edin | 3 | 15 | |
| 40 | Baumgartner Matthäus | 4 | 1 | |
| 41 | Linner Peter | 4 | 2 | |
| 42 | Kapp Jakob | 4 | 3 | |
| 43 | Metzl Franz | 4 | 4 | |
| 44 | Hallinger Josef | 4 | 5 | |
| 45 | Altmann Georg | 4 | 6 | |
| 46 | Voglmeier Josef | 4 | 7 | |
| 47 | Kollmann Franz | 4 | 8 | |
| 48 | Kollmann Isidor | 4 | 9 | |
| 49 | Maier Sebastian | 4 | 10 | |
| 50 | Schadhauser Joch | 4 | 11 | |
| 51 | Randlinger Wast | 4 | 12 | |
| 52 | Mittermeier Ludwig | 4 | 13 | |
| 53 | Feichtgruber Leonhard | 4 | 14 | |
| 54 | Breitwieser Matthäus | 4 | 15 | |
| 55 | Grabmeier Anton | 5 | 1 | |
| 56 | Gruber Andreas | 5 | 2 | |
| 57 | Galneder Mathäus | 5 | 3 | |
| 58 | Winichner Josef | 5 | 4 | |
| 59 | Seiler Josef | 5 | 5 | |
| 60 | Wurm Josef | 5 | 6 | |
| 61 | Schmid Georg | 5 | 7 | |
| 62 | Mahl Michael | 5 | 8 | |
| 63 | Winkler Josef | 5 | 9 | |
| 64 | Staudner Georg | 5 | 10 | |
| 65 | Ziegenaus Josef | 5 | 11 | |
| 66 | Rohrmayer Johann | 5 | 12 | |
| 67 | Raab Andreas | 5 | 13 | |
| 68 | Namberger Hans | 5 | 14 | |
| 69 | Winichner Josef | 5 | 15 | |
| 70 | Auer Max | 6 | 1 | |
| 71 | Feil Johann | 6 | 2 | |
| 72 | Brandl Mathäus | 6 | 3 | |
| 74 | Dietl Jakob | 6 | 4 | |
| 75 | Grafetstetter Peter | 6 | 5 | |
| 76 | Reisberger Georg | 6 | 6 | |
| 77 | Leutner Richard | 6 | 7 | |
| 78 | Leutner Josef | 6 | 8 | |
| 79 | Lindemann Josef | 6 | 9 | |
| 80 | Ober Mathäus | 6 | 10 | |
| 81 | Seiler Simon | 6 | 11 | |
| 82 | Haseheiter Hans | 6 | 12 | |
| 83 | Gruber Alois | 6 | 13 | |
| 84 | Erl Martin | 6 | 14 | |
| 85 | Hungerhuber Mathäus | 6 | 15 | |
| 86 | Schwenk Josef | 7 | 1 | |
| 87 | Schwenk Ludwig | 7 | 2 | |
| 88 | Feichtner Georg | 7 | 3 | |
| 89 | Saller Johann | 7 | 4 | |
| 90 | Kletzl Rupert | 7 | 5 | |
| 91 | Kletzl Johann | 7 | 6 | |
| 92 | Namberger Sebastian | 7 | 7 | |
| 93 | Namberger Peter | 7 | 8 | |
| 94 | Holzner Johann | 7 | 9 | |
| 95 | Oberlechner Balthasar | 7 | 10 | |
| 96 | Kroyer Johann | 7 | 11 | |
| 97 | Ringsgwandl | 7 | 12 |
Jahreshauptversammlung 2025
Ausgabe Trostberger Tagblatt vom Mittwoch, 19.11.2025
Altenmarkter Soldatenkameradschaft geht ins Jubiläumsjahr mit Wolfang Losert an der Spitze
Neuwahlen bei der Altenmarkter Soldatenkameradschaft – Vereinsjubiläum 2026 – Ehrungen
Altenmarkt. Auch ins Jubiläumsjahr 2026 geht die Soldatenkameradschaft Altenmarkt e. V. mit Wolfgang Losert an der Spitze. Losert wurde bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Saal des Gasthauses „Husarenschänke“ erneut zum Vorsitzenden gewählt. Mit ihm wurde die gesamte Vorstandschaft wieder gewählt.
In seinen Begrüßungsworten erinnerte der KSK-Vorsitzende an die fortwährenden Konflikte weltweit und die vielen Opfer. Die mahnenden Worte ergänzte Losert mit einem berührenden Song von Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker. „Es ist an der Zeit“ erzählt die Geschichte von Soldaten und deren ungeschriebene Schicksale tausendfach an den Soldatenfriedhöfen und Kriegergedenkstätten rund um den Globus, es erzählt auch die Geschichte der Sinnlosigkeit eines Krieges, berührend und nachdenklich machend. „Unsere Trauer um die Toten mahnt uns, für die Lebenden zu sorgen, für den Frieden einzustehen und zu demonstrieren“, verdeutlichte er seinen Appell. Im anschließenden Totengedenken gedachte man der dieses Jahr verstorbenen Mitglieder Michael Pöpperl und Albert Stoiber.
Einen detaillierten Rückblick auf die Ereignisse im zurückliegenden Jahr lieferte Schriftführer Hans Köck. Die KSK Altenmarkt beteiligte sich nicht nur an der Gauversammlung in Kienberg, der Wallfahrt nach Maria Eck, der Kampenwand-Bergmesse, der Gedenkveranstaltung am Hohen Kreuz in Traunstein, sowie am gemeinsam mit dem Altenmarkter Trachtenverein abgehaltenen Jahramt für die Verstorbenen, sondern nun auch beim Jahrtag der französischen Fremdenlegionäre der URAC in München. Im Frühjahr berichtete Toni Eckhart über 80 Jahre Kriegsende mit bewegenden Filmmaterial. Jahreshöhepunkt war wieder das Buchenwald-Gedenkwochenende. Mit Anna Rauch trug wieder eine junge Frau den ersten Teil der Gedenkansprache am Kriegerdenkmal zum Fackelzug bei. Den zweiten Teil übernahm Bürgermeister Stephan Bierschneider. Den Gedenkgottesdienst an der Buchenwaldkapelle hielt Pfarrer Andreas Zach. Vorsitzender Wolfgang Losert schloss sich dem Schriftführerbericht mit seinem Bericht an. Zunächst dankte er den vielen Helfern rund um die Buchenwaldgedenkstätte, sei es in Form von Hilfe bei der Pflege der 125 Gräber im Soldatenfriedhof, beim Reinigen der Gedenkstätte oder beim Girlandenbinden zum Gedenkwochenende. Höhepunkt des Gedenkwochenendes war die Enthüllung einer Gedenk-Plakette „Mort pour la France“ am Grab des Fremdenlegionärs Isidor Schmid, der im Indochina-Krieg gefallen war und für den am Soldatenfriedhof in Altenmarkt ein Gedenkkreuz errichtet wurde. Eigens dazu war eine französische Abordnung zum Gedenkgottesdienst gekommen. Es freute Losert besonders, dass erstmalig auch eine große Abordnung einer Soldatenkameradschaft aus dem österreichischen Handenberg bei Ostermiething gekommen war. In Vorbereitung für das Jubiläumsfest in 2026 wurde nahe der Buchenwaldkapelle eine Friedenseiche gepflanzt. Zudem wurden die Holztafeln an den Soldatenfriedhofskreuzen und die Sterbebilder erneuert.
Der Mitgliederbestand wuchs weiter an auf mittlerweile 260. Mit exakt 5.555 Euro aus den Haussammlungen und bei den Allerheiligengottesdiensten an den Friedhöfen erreichte die KSK ein überragendes Sammelergebnis. Weltweit 845 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern werden damit gepflegt.
Den Ausblick auf das Jubiläumsjahr gab zweiter Vorsitzender Alois Müller. Das Gedenkwochenende zur Feier von 200 Jahre Soldatenkameradschaft Altenmarkt und 225 Jahre Buchenwaldgedenken werde vom 27. bis 28. Juni stattfinden. Wer die Ansprache zum Fackelzug am Kriegerdenkmal an der Altenmarkter Kirche halten werde, sei noch offen. Pater Sebastian und ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde sollen wieder ein ökumenisches Segensgebet sprechen. Den Gedenkgottesdienst zum Jubiläum werde Militär-Dekan Thomas Funke aus Bad Reichenhall halten. Zudem werde man mit zwei Festzügen und zugehörigen Musikkapellen den Festsonntag gestalten.
Von einem soliden Kassenbestand konnte Kassier Sebastian Peteranderl berichten. Eigens zum Jubiläum wurde ein Finanzpolster aufgebaut, war daraus zu entnehmen. Nach der Entlastung, die Revisor Sepp Brandl nach erfolgreicher Kassenprüfung beantragt hatte, übernahm Bürgermeister Stephan Bierschneider die Leitung der anstehenden Neuwahl. Bierschneider informierte, dass er gern die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen habe. Da er aber zum Zeitpunkt der Jubiläumsfeiern nicht mehr im Amt sein werde, bat er, die organisatorischen Aspekte, vor allem die gemeindliche Unterstützung mit seinem Nachfolger abzuklären. Da sich die komplette Vorstandschaft zur Wiederwahl stellte, ergaben sich bei der Neuwahl kaum Änderungen. Wolfgang Losert wurde als Vorsitzender bestätigt, Alois Müller als sein Stellvertreter, Hans Köck ist wieder Schriftführer mit Jutta Schulze als Stellvertreterin und Sebastian Peteranderl Kassier. Fähnriche sind wieder Hermann Schwankner und Hans Gruber. Revisoren sind wieder Sepp Brandl und Monika Neureiter.
Abschließend ehrte Wolfgang Losert langjährige Mitglieder: 25 Jahre Mitglied sind Engelbert Brunnwölfel und Helmut Trenker dabei. Über 50 Jahre dabei ist Wilhelm Döbl und stolze 60 Jahre sind es bei Josef Parzinger, Rudolf Osenstätter, Franz Xaver Bernauer und Manfred Winklhofer.
Grußworte entrichtete zum Ende der Versammlung Gauvorsitzender Toni Linner. Er dankte der Altenmarkter Soldatenkameradschaft für ihr starkes Engagement. „Ein voller Saal zur Jahreshauptversammlung zeugt von einer sehr guten Entwicklung“, freute er sich. Gerade im Hinblick auf das Jubiläumsjahr gehe die Soldatenkameradschaft gestärkt in ihr drittes Jahrhundert als traditionsreicher Altenmarkter Verein. Wolfgang Losert schloss die Versammlung mit einem Satz von Richard von Weizsäcker: „Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander schließen.“ -sts
Die wieder gewählte Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Altenmarkt. Auf dem Bild sind von links zu sehen: Alois Müller, Hans Gruber, Bürgermeister Stephan Bierschneider, Sebastian Peteranderl, Monika Neureiter, Vorsitzender Wolfgang Losert, Jutta Schulze, Sepp Brandl und Hans Köck. Foto:sts
Die anwesenden Geehrten der Soldatenkameradschaft Altenmarkt (von links): Manfred Winklhofer, Franz Bernauer, Josef Parzinger, Helmut Trenker, Rudolf Osenstätter, Zweiter Vorsitzender Alois Müller und Vorsitzender Wolfgang Losert. Foto:sts
