Soldatenkameradschaft Altenmarkt - Mahner für den Frieden e. V.
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Berichte über die Soldatenkameradschaft

12.08.2026: Video vom Libera 2026 ist online

Buchenwaldgedenken 2026
Libera im Soldatenfriedhof

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Libera ChorMusikkapelle vlcsnap 2026 08 13 07h21m35s158 1200px

 



10.08.2026: Video von der Predigt 2026 ist online

Buchenwaldgedenken 2026
Predigt vom Militärdekan Thomas Funke

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P6280227 800px

 



08.08.2026: Videos vom Jubiläums-Fackelzug sind online

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Klosterhof Baumburg vor Abmarsch
Fackelzug 2026 Standkonzert 800px

  

 

Fackelzug vom Klosterhof zum Soldatenfriedhof
Fackelzug Abmarsch vom Klosterhof DSC01065 800px

 

 

Fackelzug vom Soldatenfriedhof zum Kriegerdenkmal
Fackelzug vor Kriegerdenkmal DSC01226 korr 800px

  

 

Fackelzug vom Kriegerdenkmal bis zum Ende
Eisernes Kreuz mit Schuss vlcsnap 2026 08 03 01h15m46s497

 

 

 

Buchenwaldgedenken 2026

Ausgabe Trostberger Tagblatt vom 29.06.2026

 „Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“

Buchenwaldgedenkgottesdienst zum Jubiläum mit Militärdekan Thomas Funke – Wolfgang Losert erhält Ehrenurkunde der französischen Reservisten in Bayern

Altenmarkt. „Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“, sagte einst ein Soldat in Mali zu Militärdekan Thomas Funke. Dieser Friede sei wie ein Baum, der langsam wächst und Auftrag für Politik, Bildung und jeden einzelnen sei, so der Militärdekan in seiner Predigt zum Jubiläums-Gedenkgottesdienst, der gleichzeitig Höhepunkt der Feierlichkeiten der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zu ihrem 200jährigen Bestehen war.

Auch der zweite Tag des Jubiläums (die KSK Altenmarkt feierte 200 Jahre Bestehen und 225 Jahre Buchenwaldgedenken) war geprägt von hochsommerlichen Temperaturen, die sich aber hauptsächlich während des Zuges vom Altenmarkter Marktplatz zur Buchenwaldgedenkstätte bemerkbar machten. Im Buchenwald herrschte ein laues Lüftchen, das dort für moderatere Temperaturen sorgte. Gekommen waren insgesamt 44 Vereine und zahlreiche Gäste, so dass man in zwei Zügen (einmal angeführt von der Altenmarkter Musikkapelle und einmal mit der Seeoner Blasmusik vorn dran) vom Marktplatz über die Bundesstraße den Baumburger Berg hoch bis zur Buchenwaldkapelle marschieren konnte. Mit dabei waren Altenmarkter Ortsvereine sowie Nachbarvereine mit ihren Fahnenabordnungen, darunter wieder eine Abordnung aus dem österreichischen Handenberg sowie aus dem befreundeten Hohenlinden, die in historischen Uniformen dabei waren. Angekommen an der Buchenwaldkapelle begrüßte der Vorsitzende der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert die zahlreichen Gäste, darunter den Gauvorsitzenden des Chiem- und Rupertigaus Anton Linner sowie Ehrenvorsitzenden Michael Bernauer, den stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet aus München, den Generaldelegierten des Souvenir Français für Deutschland in Bayern Pierre Wolff mit seiner Frau Margarete, den Generalpräsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten und Veteranen in Bayern Bertrand Polliot sowie den Präsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten Daniel Baur.

Den Gottesdienst hielten zum Jubiläum neben Militärdekan Thomas Funke, Pfarrer Christoph Kronast, Pater Sebastian Paredom und Gemeindereferentin Irmi Huber. In seiner Predigt erinnerte der Militärdekan zunächst an das Schicksal der mehr als 2000 Toten aus dem Baumburger Lazarett, die hier im Buchenwald begraben liegen.  Im Leben waren sie noch Feinde aus Österreich, Bayern und Frankreich kommend, „im Tod liegen sie friedlich nebeneinander“. Jesus habe den Menschen „den Frieden hinterlassen“. Seine Einsätze als Militärpfarrer in Afghanistan und Mali hatten ihm jedoch aufgezeigt, dass dieser Friede mehr als nur die Abwesenheit von Krieg sei. In Gesprächen mit Soldaten wurden dies immer wieder thematisiert und darauf gehofft, dass die Einsätze der Bundeswehr dort, Frieden und eine bessere Welt für die Menschen vor Ort brächten. „Friede merkt man erst, wenn er fehlt“, hatte ihm ein Soldat in Mali einst gesagt. Der Friede sei, wie Antoine de Saint-Exupéry einst feststellte, „wie ein Baum, der langsam wächst“. Daher auch die jüngst gepflanzte Friedenseiche nahe der Buchenwaldkapelle. Friede sei auch ein Auftrag an Politik, Bildung und jeden einzelnen, schloss er seine Predigt.

Im Anschluss nahm der Militärdekan die Segnung des Erinnerungsbandes vor. Schirmherr Stephan Bierschneider befestigte das Band an der Fahne der Altenmarkter Soldatenkameradschaft. In seinen Grußworten erinnerte er an die Worte seines Großvaters: „Wer den Krieg erlebt hat, spricht nicht viel darüber“. Zu bewegend sei das Erlebte gewesen und habe Spuren hinterlassen im Leben eins Betroffenen. Bürgermeister Max Schwarz hatte das Buchenwaldgedenken von verschiedenen Warten aus bisher erlebt: einmal als Kommunionkind, als Vereinsvertreter, als Fahnenträger  und nun als Bürgermeister. Die Botschaft daraus sei unmissverständlich. Jeder müsse  seinen Beitrag leisten, damit Friede erhalten bleibe und das solle auch in den kommenden 200 Jahren so bleiben. Gauvorsitzender Anton Linner betonte den wichtigen Beitrag der Altenmarkter Soldatenkameradschaft zur Bewusstseinsbildung für den Erhalt des Friedens. Er dankte besonders Wolfgang Losert und seinem Team, die dies die letzten Jahre mit viel Engagement gelebt haben. Fahnenband 2026 600px
  Fahnenband
2026

KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert dankte nach dem Gottesdienst allen Beteiligten, dem Altenmarkter Musikverein für die musikalische Umrahmung, den Baumburger Böllerschützen, den Orts- und Nachbarvereinen, den Frauen, welche die Eichenlaubgirlanden für die Holzgräber gebunden hatten, sowie allen Helfern für die Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes. Er betonte nochmals, dass Frieden wichtiger denn je sei und sich jeder überlegen solle, wo er sich wie einbringen könne, den Frieden in seiner Umgebung zu erhalten.

Im Anschluss bewegte sich der Zug zur Gedenkstätte unterhalb der Buchenwaldkapelle, an der das Libera von einem gemischten Chor unter der Leitung von Regina Mitterer gesungen wurde. Nach den Segensworten von Militärdekan Thomas Funke hielt der stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet noch eine kurze Gedenkansprache. Auch er legte einen Kranz nieder. Gemeinsam wurde diesmal nicht nur die Deutschland- und Bayernhymne gespielt, sondern auch die eigens von der Musikkapelle einstudierte französische und österreichische Nationalhymne.

Nach dem Rückmarsch des Zuges zurück zum Marktplatz wurde dort noch ein Spalier des Jubelvereins gebildet, durch das sich der Rest des Zuges bis zum Ziel bewegte. Im Gasthof „zur Post“ würdigte  abschließend  Pierre Wolff, der Landesdelegierte von „Le Souvenir Français“, die Leistung der Altenmarkter Soldatenkameradschaft unter Wolfgang Losert. Damals vor 225 Jahren, waren Bayern und Franzosen noch Feinde, doch bereits im Lazarett wurden auch Franzosen von Bayern gepflegt. Heute sei eine wunderbare Freundschaft zwischen beiden Nationen entstanden. Pierre Wolff dankte der Altenmarkter Soldatenkameradschaft für die unermüdliche Pflege dieser für das mahnende Gedenken so wertvollen Gedenkstätte, die ja auch den französischen Opfern gelte. Als äußeres Zeichen dieses Dankes überreichte er Wolfgang Losert eine Urkunde, die symbolisiere, dass „die einstigen Gräben der Vergangenheit durch Brücken der Freundschaft ersetzt wurden“. -sts

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Eine große Schar Gäste hatte sich am Sonntag vor der Buchenwaldkapelle eingefunden, um mit Militärdekan Thomas Funke Gottesdienst zum Jubiläum der Altenmarkter Soldatenkameradschaft zu feiern. Foto: sts

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