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Fackelzug 2026

Ausgabe Trostberger Tagblatt vom 29.06.2026

„Was wir heute tun, ist Bekenntnis zu Demokratie und Miteinander“

Gedenkansprache von Landtagspräsidentin Ilse Aigner zum Jubiläum der Altenmarkter Soldatenkameradschaft beim Fackelzug – Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde

Altenmarkt. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner fasste in ihrer Rede am Altenmarkter Kriegerdenkmal zusammen, was für die Altenmarkter Soldatenkameradschaft seit über 200 Jahren Auftrag und Daseinsbegründung gleichzeitig ist: „Was wir heute tun, ist nicht bloßes Erinnern. Es ist Bekenntnis zu unseren freiheitlich-demokratischen Werten und zu Zusammenhalt und Miteinander. Das ist es, was unser Land stark macht!“

Mit dem Fackelzug vom Baumburger Berg hinunter über den Buchenwald-Gedenkfriedhof zum Kriegerdenkmal an der Altenmarter Kirche startete die Altenmarkter Soldatenkameradschaft in ihr Jubiläumswochenende. Historisch waren an diesem Tag sicher auch die Außentemperaturen, die sowohl in Bayern als auch in Deutschland einen Allzeit-Hitzerekord verzeichneten. Den Feierlichkeiten am Abend tat dies aber keinen Abbruch. Ein Zug mit über 300 Teilnehmenden, dabei ein Großteil Fackelträger, gab bei einbrechender Dunkelheit ein beeindruckendes Stimmungsbild. Angeführt von der Altenmarkter Blaskapelle machte der Fackelzug zunächst einen Halt beim Soldatenfriedhof, wo zum Baumburg-Lied Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Altenmarkts Bürgermeister Max Schwarz, Schirmherr Stephan Bierschneider und KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert zum Gedenken vor das dortige Kriegerdenkmal traten. Angekommen am Kriegerdenkmal vor der Altenmarkter Kirche begrüßte Wolfgang Losert die sehr zahlreichen Gäste rund um das Blumenkreuz, darunter neben der Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Dr. Martin Brunnhuber und Konrad Baur als lokale Landtagsabgeordnete, Renate Diem vom Österreichischen Kameradschaftsbund Hauptbezirk Wien, Gauvorsitzende des Chiem- und Rupertigaus Anton Linner, den KSK-Ehrenvorsitzender Michael Bernauer, Gautrachtenvorsitzender Michi Hauser, Bürgermeister Max Schwarz und Schirmherr Stephan Bierschneider.

In ihrer Rede erinnerte Ilse Aigner an die mehr als 2000 Soldaten maßgeblich Opfer der Schlacht von Hohenlinden, die damals vor 225 Jahren im Baumburger Lazarett verstarben, großteils an einer Typhus-Epidemie. In der gebotenen Eile wurden sie am Fuße des Baumburger Berges im nahegelegenen Buchenwald in Massengräbern begraben – ohne Zeit für das Registrieren der Namen und ohne Zeit für Menschlichkeit. „Heute, 225 Jahre später, stehen wir wieder hier, um an die 2000 Opfer der Schlacht von Hohenlinden und den vielen Opfern der nachfolgenden Kriege zu erinnern“, so Aigner. Die Soldatenkameradschaft Altenmarkt „stemmt sich seit 200 Jahren gegen das Vergessen“, eine für alle wichtige Aufgabe. Schließlich haben „wir nicht vergessen, wie schnell es umschlagen kann“. Der Friede sei nach 80 Jahren in Europa fragil, wie man an den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sehen könne. „Autokraten erhalten wieder Zulauf, Antidemokratische Ideen erhalten in beängstigender Weise Zuspruch“, so Aigner. Als Präsidentin des Bayerischen Landtags fühle sie sich der Demokratie verpflichtet: „Daher sind mir Gedenkveranstaltungen wie die heutige ein Herzensanliegen.“ Demokratie könne daher nur durch Erinnerung überleben. „Wer nicht weiß was war, kann auch nicht verstehen, was auf dem Spiel steht“, so Aigner weiter. „Was wir heute tun, ist nicht bloßes Erinnern. Es ist Bekenntnis zu unseren freiheitlich-demokratischen Werten und zu Zusammenhalt und Miteinander. Das ist es, was unser Land stark macht!“ Als „Mahner für den Frieden“ erfülle daher die Altenmarkter Soldatenkameradschaft eine wichtige Aufgabe – auch durch die Pflege der Kriegerdenkmäler und ihren über „die Jahrhunderte unverzichtbaren Beitrag zur Aussöhnung und Völkerverständigung“. Sie gratulierte dem Verein zu dieser langen Tradition und seiner wertvollen Friedensarbeit.

Gemeinsam mit den  Bundeswehrreservisten legte Ilse Aigner im Auftrag der bayerischen Staatsregierung einen Kranz nieder. Auch der Vorsitzenden der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert und Altenmarkts neuer Bürgermeister Max Schwarz legten Kränze vor das Kriegerdenkmal. Die Baumburger Böllerschützen schossen ein Ehren-Salut während die Altenmarter Musikkapelle unter Hubert Benda den würdigen musikalischen Rahmen setze. Zum Jubiläum hielten drei Geistliche unterschiedlicher Konfessionen ein ökumenisches Friedensgebet: Ortspfarrer Pater Sebastian Paredom, der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde aus Trostberg Wolfram Hoffmann und der Priester der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde Traunreut Constantin Bartok.

Zum Jubiläum bewegte sich der lange Fackelzug danach weiter über den Marktplatz in die Wasserburger Straße unter dem beleuchteten Kreuz am Auberg bis zum Landgasthof Angermühle und wieder zurück zum Gasthof „zur Post“. Dort angekommen trug sich Ilse Aigner noch ins Goldene Buch der Gemeinde ein.  -sts

Zum Video vom Regional Fernsehen Oberbayern (RFO-Mediathek)
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Landtagspräsidentin Ilse Aigner hielt die Gedenkansprache am Kriegerdenkmal vor der Altenmarkter Kirche.  Foto: sts

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Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner (vorne) trug sich nach dem Fackelzug noch ins Goldene Buch der Gemeinde Altenmarkt ein. Auf dem Bild sind hinter ihr von links zu sehen: MdL Dr. Martin Brunnhuber, der Vorsitzende der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert, MdL Konrad Baur sowie Altenmarkts Bürgermeister Max Schwarz.  Foto: sts

Weiterlesen: Fackelzug 2026

Eindrucksvolles Gedenken zum 225 Jahrestags der Schlacht von Hohenlinden

Altenmarkt, 11. Dez. 2025

Am 3. Dezember 1800 fand im Umfeld von Hohenlinden eine verheerende, blutige Schlacht, während des zweiten Koalitionskrieges, statt. Baumburg, mit seinen damaligen Lazaretten, nahm aus dieser Schlacht viele Verwundete auf. Die im Lazarett Verstorbenen wurden dann im Buchenwald, unterhalb Baumburgs, bereits 1803 als Soldatentotenacker genannt, beerdigt. Die Gemeinde Hohenlinden hat eigens für dieses, damals blutiges Ereignis, zu einer Gedenkveranstaltung geladen. Dieser Einladung ist die Soldatenkameradschaft Altenmarkt gerne nachgekommen und hat mit einigen Mitgliedern und der Fahnenabordnung teilgenommen. Der Gedenktag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter, von Hohenlinden. Pfarrer Christoph Stürzer, ehemaliger Praktikant in Baumburg, heute Pfarrer in der Gemeinde Forstern, leitete den Gottesdienst. Der Gottesdienst wurde feierlich vom Kirchenchor der Gemeinde unterstützt.

Im Anschluss startete ein festlicher Zug, angeführt von Soldaten in historischen Uniformen der beteiligten Kriegsparteien Bayern, Österreich und Frankreich, begleitet von Trommlern, zum Erinnerungsort, dem Denkmal der Schlacht. Hier wurden zahlreiche Gebinde und Kränze verschiedener Institutionen niedergelegt. Mit dem Lied vom guten Kameraden und dem Ehrensalut, ging es dann in das gemeindliche Bürgerhaus, wo bereits ein Mittagsmenü, abgestimmt auf Speisen der rivalisierenden  Länder, vorbereitet war. Eine Brauerei hatte eigens für diesen Gedenktag ein Erinnerungsbier gebraut.

Es folgten Ansprachen vom Bürgermeister und Vorsitzenden des Vereins „Hohenlinden 2000“ Ludwig Maurer. Weitere Reden folgten vom französischen Generalkonsul Alexandre Vulic aus München, dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß, dem ehem. Europaabgeordneten Bernd Posselt, von Partnerstätten aus Frankreich, vom Landesdelegierten des Souvenir Français für Bayern Pierre M. Wolff erhielt Ludwig Maurer eine Auszeichnung mit Urkunde. Die französische Nationalhymne Frankreichs wurde von einer Gesanggemeinschaft in historischen Gewändern, sehr stimmungsvoll, vorgetragen.

Den abschließenden Reden folgte die Übergabe eines Erinnerungsgeschenkes der Soldatenkameradschaft Altenmarkt, mit Bieren der örtlichen Brauerei. Dazu hat trug  Traudi Müller ein humorvolles, aber auch nachdenkliches Gedicht, mit historischen Hintergrund vor. Wolfgang Losert bedankte sich bei der Vortragenden und überbrachte die Wünsche des Vereins, verbunden mit der Einladung an Hohenlinden zum 225 jährigen Buchenwaldgedenken 2026 und zu 200 Jahren Soldatenkameradschaft Altenmarkt, im kommenden Jahr.

Historische Gruppe                       

Denkmahl

WolfgangTraudi                     

 

Schülerinnen Informieren sich zum Thema Denkmal

Altenmarkt 12.11.2025

Kürzlich standen drei junge Mädchen der Walter Mohr Realschule in Traunreut, ausgerüstet mit einem Fragenkatalog zur Vorbereitung für eine Projektpräsentation, zum Thema Denkmalspflege, in der Buchenwaldgedenkstätte. Mit der Bitte um ein Interview waren sie auf die Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zugekommen. Dem Wunsch der Jugend entsprechend, ist die Vorstandschaft gerne nachgekommen und so wurde die Geschichte, dem Denkmal im Buchenwald in Altenmarkt, erklärt. Auslöser war die Schlacht von Hohenlinden am 3. Dezember 1800. Baumburg war zu dieser Zeit Lazarett und, der Überlieferung nach, wurden auch Verwundete dieser Schlacht nach Baumburg gebracht. Leider starben durch eine Typhus Epidemie an die 2000 Krieger die dann eilig unterhalb Baumburg, ihre letzte Ruhestätte fanden. Mit dieser kriegerischen Auseinandersetzung begann das Gedenken, so dass in späteren Jahren, 1826 ein Verein, zu dieser Zeit „Militärabschiedsverein“, gegründet wurde. Jährlich gedenken seit dieser Zeit Altenmarkter und deren Umgebung im Buchenwald an die Opfer und Leiden der Kriege, mit dem Ziel für den Frieden zu mahnen. Die Jugendlichen waren beeindruckt und nachdenklich nach der Befragung. Mit den Wünschen für eine gute Präsentation und einer Einladung zum kommenden Buchenwaldgedenken, dem Jubiläumsjahr in 2026 durch die Vorstandschaft, endete das sicher für beide Seiten interessante Treffen.

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Ehrentafel Kriegsteilnehmer 1914-1918 der Gemeinde Altenmarkt

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Reihe Spalte Gefallen
1 Georg Josef 1 1 09.04.1918
2 Empl Michael 1 2
3 Mayer Engelbert 1 3
4 Harlander Xaver 1 4
5 Eder Michael 1 5
6 Randlinger Georg 1 6
7 Schmid Johann 1 7
8 Parzinger Michael 1 8
9 Fellermeier Sebastian 1 9
10 Seiler Franz 2 1
11 Seiler Georg 2 2
12 Eder Josef 2 3 18.02.1916
13 Eicher Josef 2 4
14 Reitmaier Peter 2 5
15 Kraller Josef 2 6
16 Beilmeier Lorenz 2 7
17 Beilmeier Georg 2 8
18 Beimeier Max 2 9
19 Kalchsberger Josef 2 10
20 Wimmer Xaver 2 11
21 Unterhuber Balthasar 2 12
22 Schwarzenböck Kurt 2 13
23 Lackner Franz 2 14
24 Marstaller Ludwig 2 15
25 Trenker Peter 3 1
26 Gimpl Max 3 2
27 Loibl Heinz 3 3
28 Unterhuber Matthäus 3 4
29 Ellmaier Jakob 3 5
30 Wimmer Franz 3 6
31 Bauer Hans 3 7
32 Bauer Georg 3 8
33 Bauer Josef 3 9
34 Brucker Wolfgang 3 10
35 Linner Benno 3 11
36 Maier Max 3 12
37 Birnkammer Johann 3 13
38 Künzinger Georg 3 14
39 Leonhard Edin 3 15
40 Baumgartner Matthäus 4 1
41 Linner Peter 4 2
42 Kapp Jakob 4 3
43 Metzl Franz 4 4
44 Hallinger Josef 4 5
45 Altmann Georg 4 6
46 Voglmeier Josef 4 7
47 Kollmann Franz 4 8
48 Kollmann Isidor 4 9
49 Maier Sebastian 4 10
50 Schadhauser Joch 4 11
51 Randlinger Wast 4 12
52 Mittermeier Ludwig 4 13
53 Feichtgruber Leonhard 4 14
54 Breitwieser Matthäus 4 15
55 Grabmeier Anton 5 1
56 Gruber Andreas 5 2
57 Galneder Mathäus 5 3
58 Winichner Josef 5 4
59 Seiler Josef 5 5
60 Wurm Josef 5 6
61 Schmid Georg 5 7
62 Mahl Michael 5 8
63 Winkler Josef 5 9
64 Staudner Georg 5 10
65 Ziegenaus Josef 5 11
66 Rohrmayer Johann 5 12
67 Raab Andreas 5 13
68 Namberger Hans 5 14
69 Winichner Josef 5 15
70 Auer Max 6 1
71 Feil Johann 6 2
72 Brandl Mathäus 6 3
74 Dietl Jakob 6 4
75 Grafetstetter Peter 6 5
76 Reisberger Georg 6 6
77 Leutner Richard 6 7
78 Leutner Josef 6 8
79 Lindemann Josef 6 9
80 Ober Mathäus 6 10
81 Seiler Simon 6 11
82 Haseheiter Hans 6 12
83 Gruber Alois 6 13
84 Erl Martin 6 14
85 Hungerhuber Mathäus 6 15
86 Schwenk Josef 7 1
87 Schwenk Ludwig 7 2
88 Feichtner Georg 7 3
89 Saller Johann 7 4
90 Kletzl Rupert 7 5
91 Kletzl Johann 7 6
92 Namberger Sebastian 7 7
93 Namberger Peter 7 8
94 Holzner Johann 7 9
95 Oberlechner Balthasar 7 10
96 Kroyer Johann 7 11
97 Ringsgwandl 7 12

 

Jahreshauptversammlung 2025

Ausgabe Trostberger Tagblatt vom Mittwoch, 19.11.2025

Altenmarkter Soldatenkameradschaft geht ins Jubiläumsjahr mit Wolfang Losert an der Spitze

Neuwahlen bei der Altenmarkter Soldatenkameradschaft – Vereinsjubiläum 2026 – Ehrungen

Altenmarkt. Auch ins Jubiläumsjahr 2026 geht die Soldatenkameradschaft Altenmarkt e. V. mit Wolfgang Losert an der Spitze. Losert wurde bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Saal des Gasthauses „Husarenschänke“ erneut zum Vorsitzenden gewählt. Mit ihm wurde die gesamte Vorstandschaft wieder gewählt.

In seinen Begrüßungsworten erinnerte der KSK-Vorsitzende an die fortwährenden Konflikte weltweit und die vielen Opfer. Die mahnenden Worte ergänzte Losert mit einem berührenden Song von Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker. „Es ist an der Zeit“ erzählt die Geschichte von Soldaten und deren ungeschriebene Schicksale tausendfach an den Soldatenfriedhöfen und Kriegergedenkstätten rund um den Globus, es erzählt auch die Geschichte der Sinnlosigkeit eines Krieges, berührend und nachdenklich machend. „Unsere Trauer um die Toten mahnt uns, für die Lebenden zu sorgen, für den Frieden einzustehen und zu demonstrieren“, verdeutlichte er seinen Appell. Im anschließenden Totengedenken gedachte man der dieses Jahr verstorbenen Mitglieder Michael Pöpperl und Albert Stoiber.

Einen detaillierten Rückblick auf die Ereignisse im zurückliegenden Jahr lieferte Schriftführer Hans Köck. Die KSK Altenmarkt beteiligte sich nicht nur an der Gauversammlung in Kienberg, der Wallfahrt nach Maria Eck, der Kampenwand-Bergmesse, der Gedenkveranstaltung am Hohen Kreuz in Traunstein, sowie am gemeinsam mit dem Altenmarkter Trachtenverein abgehaltenen Jahramt für die Verstorbenen, sondern nun auch beim Jahrtag der französischen Fremdenlegionäre der URAC in München. Im Frühjahr berichtete Toni Eckhart über 80 Jahre Kriegsende mit bewegenden Filmmaterial. Jahreshöhepunkt war wieder das Buchenwald-Gedenkwochenende. Mit Anna Rauch trug wieder eine junge Frau den ersten Teil der Gedenkansprache am Kriegerdenkmal zum Fackelzug bei. Den zweiten Teil übernahm Bürgermeister Stephan Bierschneider. Den Gedenkgottesdienst an der Buchenwaldkapelle hielt Pfarrer Andreas Zach. Vorsitzender Wolfgang Losert schloss sich dem Schriftführerbericht mit seinem Bericht an. Zunächst dankte er den vielen Helfern rund um die Buchenwaldgedenkstätte, sei es in Form von Hilfe bei der Pflege der 125 Gräber im Soldatenfriedhof, beim Reinigen der Gedenkstätte oder beim Girlandenbinden zum Gedenkwochenende. Höhepunkt des Gedenkwochenendes war die Enthüllung einer Gedenk-Plakette „Mort pour la France“ am Grab des Fremdenlegionärs Isidor Schmid, der im Indochina-Krieg gefallen war und für den am Soldatenfriedhof in Altenmarkt ein Gedenkkreuz errichtet wurde. Eigens dazu war eine französische Abordnung zum Gedenkgottesdienst gekommen. Es freute Losert besonders, dass erstmalig auch eine große Abordnung einer Soldatenkameradschaft aus dem österreichischen Handenberg bei Ostermiething gekommen war. In Vorbereitung für das Jubiläumsfest in 2026 wurde nahe der Buchenwaldkapelle eine Friedenseiche gepflanzt. Zudem wurden die Holztafeln an den Soldatenfriedhofskreuzen und die Sterbebilder erneuert.

Der Mitgliederbestand wuchs weiter an auf mittlerweile 260. Mit exakt 5.555 Euro aus den Haussammlungen und bei den Allerheiligengottesdiensten an den Friedhöfen erreichte die KSK ein überragendes Sammelergebnis. Weltweit 845 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern werden damit gepflegt.

Den Ausblick auf das Jubiläumsjahr gab zweiter Vorsitzender Alois Müller. Das Gedenkwochenende zur Feier von 200 Jahre Soldatenkameradschaft Altenmarkt und 225 Jahre Buchenwaldgedenken werde vom 27. bis 28. Juni stattfinden. Wer die Ansprache zum Fackelzug am Kriegerdenkmal an der Altenmarkter Kirche halten werde, sei noch offen. Pater Sebastian und ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde sollen wieder ein ökumenisches Segensgebet sprechen. Den Gedenkgottesdienst zum Jubiläum werde Militär-Dekan Thomas Funke aus Bad Reichenhall halten. Zudem werde man mit zwei Festzügen und zugehörigen Musikkapellen den Festsonntag gestalten.

Von einem soliden Kassenbestand konnte Kassier Sebastian Peteranderl berichten. Eigens zum Jubiläum wurde ein Finanzpolster aufgebaut, war daraus zu entnehmen. Nach der Entlastung, die Revisor Sepp Brandl nach erfolgreicher Kassenprüfung beantragt hatte, übernahm Bürgermeister Stephan Bierschneider die Leitung der anstehenden Neuwahl. Bierschneider informierte, dass er gern die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen habe. Da er aber zum Zeitpunkt der Jubiläumsfeiern nicht mehr im Amt sein werde, bat er, die organisatorischen Aspekte, vor allem die gemeindliche Unterstützung mit seinem Nachfolger abzuklären. Da sich die komplette Vorstandschaft zur Wiederwahl stellte, ergaben sich bei der Neuwahl kaum Änderungen. Wolfgang Losert wurde  als Vorsitzender bestätigt, Alois Müller als sein Stellvertreter, Hans Köck ist wieder Schriftführer mit Jutta Schulze als Stellvertreterin und Sebastian Peteranderl Kassier. Fähnriche sind wieder Hermann Schwankner und Hans Gruber. Revisoren sind wieder Sepp Brandl und Monika Neureiter.

Abschließend ehrte Wolfgang Losert langjährige Mitglieder: 25 Jahre Mitglied sind Engelbert Brunnwölfel und Helmut Trenker dabei. Über 50 Jahre dabei ist Wilhelm Döbl und stolze 60 Jahre sind es bei Josef Parzinger, Rudolf Osenstätter, Franz Xaver Bernauer und Manfred Winklhofer.

Grußworte entrichtete zum Ende der Versammlung Gauvorsitzender Toni Linner. Er dankte der Altenmarkter Soldatenkameradschaft für ihr starkes Engagement. „Ein voller Saal zur Jahreshauptversammlung zeugt von einer sehr guten Entwicklung“, freute er sich. Gerade im Hinblick auf das Jubiläumsjahr gehe die Soldatenkameradschaft gestärkt in ihr drittes Jahrhundert als traditionsreicher Altenmarkter Verein. Wolfgang Losert schloss die Versammlung mit einem Satz von Richard von Weizsäcker: „Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander schließen.“  -sts

alt ksk vorstandschaft 25 1920pxDie wieder gewählte Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Altenmarkt. Auf dem Bild sind von links zu sehen: Alois Müller, Hans Gruber, Bürgermeister Stephan Bierschneider, Sebastian Peteranderl, Monika Neureiter, Vorsitzender Wolfgang Losert, Jutta Schulze, Sepp Brandl und Hans Köck.  Foto:sts

alt ksk geehrte 25 1920pxDie anwesenden Geehrten der Soldatenkameradschaft Altenmarkt (von links): Manfred Winklhofer, Franz Bernauer, Josef Parzinger, Helmut Trenker, Rudolf Osenstätter, Zweiter Vorsitzender Alois Müller und Vorsitzender Wolfgang Losert.  Foto:sts

  1. Eichenbaum Jubiläum
  2. Soldatentotenacker
  3. Kampenwand Gedenkfeier 2025
  4. Wallfahrt Maria Eck 2025

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