Verein
Ein Eichenbaum als Vorzeichen für ein großes Jubiläum
12.11.2025
Ein Eichenbaum, ein Vorzeichen für ein großes Jubiläum, 225 Jahre Buchenwaldgedenken, 200 Jahre Soldatenkameradschaft Altenmarkt e.V. – Mahner für den Frieden -, das will man im kommenden Jahr gebührend begehen. Viele Vorbereitungen sind im Vorfeld notwendig, damit das Jubiläum auch ein Fest wird.
Der Festausschuss hat sich entschieden, für diesen bedeutenden Jahrtag in 2026 einen Baum, einen Eichenbaum zu pflanzen. Die Eiche ist ein starker und standhafter Baum, dessen Laub diese Eigenschaften charakterisiert. Das Eichenlaub ziert Münzen, Wappen und Abzeichen und so auch jährlich die 125 Grabdenkmäler von Gefallenen und Vermissten im Buchenwald, unterhalb der Kapelle. Bereits zum Buchenwaldgedenken 2025 wurde an den Kreuzen die Namenstafeln und die Sterbebilder erneuert.
Nach einer kurzen Planungsfase, mit Zustimmung der Gemeinde und dem Bauhof, wurde vor dem oberen Eingang zum Waldfriedhof ein würdiger, geeigneter Platz gefunden und so versammelten sich einige Helfer des Vereins und gruben und pflanzten die Eiche ein. Ein Hinweisschild, auf einer von Firma Lexhauser gefertigten Halter, macht aufmerksam für den Baum und dessen Bedeutung. Ein QR Code zeigt auf die Homepage der Kameradschaft.
Die Soldatenkameradschaft will sich als Mahner für den Frieden verstanden wissen und nicht als Verherrlicher von Krieg, wir wollen der vielen Opfer gedenken. „Der Friede ist ein Baum, der eines langen Wachstums bedarf“ Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupery soll der Baum wachsen und auch noch unseren Nachkommen den Weg der Erinnerung und dem steten Mahnen für Frieden zeigen.



Schülerinnen Informieren sich zum Thema Denkmal
Altenmarkt 12.11.2025
Kürzlich standen drei junge Mädchen der Walter Mohr Realschule in Traunreut, ausgerüstet mit einem Fragenkatalog zur Vorbereitung für eine Projektpräsentation, zum Thema Denkmalspflege, in der Buchenwaldgedenkstätte. Mit der Bitte um ein Interview waren sie auf die Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zugekommen. Dem Wunsch der Jugend entsprechend, ist die Vorstandschaft gerne nachgekommen und so wurde die Geschichte, dem Denkmal im Buchenwald in Altenmarkt, erklärt. Auslöser war die Schlacht von Hohenlinden am 3. Dezember 1800. Baumburg war zu dieser Zeit Lazarett und, der Überlieferung nach, wurden auch Verwundete dieser Schlacht nach Baumburg gebracht. Leider starben durch eine Typhus Epidemie an die 2000 Krieger die dann eilig unterhalb Baumburg, ihre letzte Ruhestätte fanden. Mit dieser kriegerischen Auseinandersetzung begann das Gedenken, so dass in späteren Jahren, 1826 ein Verein, zu dieser Zeit „Militärabschiedsverein“, gegründet wurde. Jährlich gedenken seit dieser Zeit Altenmarkter und deren Umgebung im Buchenwald an die Opfer und Leiden der Kriege, mit dem Ziel für den Frieden zu mahnen. Die Jugendlichen waren beeindruckt und nachdenklich nach der Befragung. Mit den Wünschen für eine gute Präsentation und einer Einladung zum kommenden Buchenwaldgedenken, dem Jubiläumsjahr in 2026 durch die Vorstandschaft, endete das sicher für beide Seiten interessante Treffen.

Soldatentotenacker
Auf einer Karte aus dem Jahr 1803 ist in dem Bereich, auf dem sich heute der Soldatenfriedhof befindet der "Soldatentotenacker" eingezeichnet. Diese Karte ("Titel: "Plan des aufgehobenen Klosters und der dazugehörigen Ökonomie, Gründe und des ganzen Garscher Hofes dann der Laufenauer Mühle") wurde im Zuge der Säkularisation angefertigt, zu einer Zeit, in der das Kloster Baumburg noch als Lazarett diente.

Plan von Franz Xaver Brüderl, Juni/Juli 1803 (BayHStA, Planslg. 5821)

Plan von Franz Xaver Brüderl, Juni/Juli 1803 (BayHStA, Planslg. 5821)
Eindrucksvolles Gedenken auf der Kampenwand
31.08.2025
Die Soldatenkameradschaft Altenmarkt – Mahner für den Frieden – war mit einer Abordnung beim 74. Chiemgauer Gedenken auf der Kampenwand. Bei herrlichen, sonnigen Wetter erfolgte nach einer kleine Stärkung in der Bründligalm, ein langer Kirchenzug zur Kapelle „Maria, Königin des Friedens“. Nach der Begrüßung von Bürgermeister Werner Disterer, der heuer ausrichtenden Gemeinde Tacherting, erfolgte der Gottesdienst mit dem Seelsorger Pfarrer Michael Brüderl. In seiner mahnenden Predigt sprach vom Frieden. So meinte er, dass jeder Einzelne von uns bei sich selbst anfangen solle, Gutes zu tun und so ein Bestandteil des Friedens werde. Nach den Niederlegen der Kränze erfolgte das Lied vom guten Kameraden mit dem Ehrensalut durch die Gebirgsschützen, dem die Bayernhymne folgte. Den abschließenden Dank sprach Thoma Köck, der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Peterskirchen. Das sehr eindrucksvolle Gedenken endete mit dem Rückmarsch zur Steinlingalm, wo sich der Festzug auflöste.



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Schee is scho ... unsere Fahne - besonders, wenn die Fahnenspitze im Sonnenlicht funkelt!